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Beige Verlauf Hintergrund

🩸PMS – wenn der Körper spricht und die Seele flüstert

Es gibt Tage im Zyklus einer Frau, da fühlt sich alles ein bisschen lauter an. Gefühle sind näher an der Oberfläche, der Körper reagiert empfindlicher, Gedanken kreisen schneller – und manchmal fragt man sich: Was ist nur los mit mir?

Die Antwort lautet oft: PMS.

Und nein – PMS ist keine Schwäche. Es ist eine Sprache.

Eine Sprache des Körpers.

Eine Erinnerung der Seele.

Ein innerer Rhythmus, den wir viel zu lange überhört haben.


🌊 PMS – mehr als „nur Hormone“

In unserer Gesellschaft wird PMS häufig auf ein hormonelles Ungleichgewicht reduziert. Doch für viele Frauen fühlt es sich viel tiefgreifender an. PMS zeigt sich nicht nur körperlich – durch Spannungsgefühle, Müdigkeit oder Schmerzen – sondern auch emotional und energetisch.

Es ist, als würde der Körper kurz vor der Menstruation sagen:

Schau hin. Hör zu. Lass los.

Viele Frauen berichten in dieser Zeit von:

  • erhöhter Sensibilität

  • emotionaler Klarheit (auch wenn sie sich unbequem anfühlt)

  • dem Bedürfnis nach Rückzug

  • plötzlicher Ehrlichkeit – sich selbst gegenüber

PMS ist oft kein „Zuviel“, sondern ein Zuwenig an Raum, den wir uns im Alltag geben.


🔥 Was PMS uns zeigen möchte

Aus spiritueller Sicht ist PMS eine Einladungsphase.

Eine Schwelle zwischen dem äußeren Funktionieren und dem inneren Wahrnehmen.

In diesen Tagen kommen Themen hoch, die im restlichen Zyklus gut verdrängt werden können:

unerfüllte Bedürfnisse

Grenzen, die überschritten wurden

Emotionen, die keinen Platz hatten

ein „Nein“, das wir zu oft verschluckt haben

Der Körper übernimmt dann die Rolle der Übersetzerin.

Und PMS ist ihre klare, manchmal unbequeme Stimme.


🌸 Was wir Frauen für uns tun können

Der wichtigste Schritt im Umgang mit PMS ist Erlaubnis.

Die Erlaubnis, nicht immer gleich zu sein.

Nicht immer leistungsfähig.

Nicht immer freundlich.

Ein paar sanfte Impulse:

Rückzug erlauben: Weniger Termine, mehr Stille

Wärme & Erdung: Tee, Bäder, Decken, langsame Bewegung

Gefühle da sein lassen: ohne sie sofort „reparieren“ zu wollen

Zyklisch leben: nicht jeden Tag gleich viel erwarten

PMS fragt nicht nach Optimierung.

Es fragt nach Echtheit.


🌺 PMS und unsere Gesellschaft – ein Umdenken ist fällig

Noch immer wird von Frauen erwartet, jeden Tag gleich zu funktionieren – als wären sie lineare Wesen. Doch Frauen sind zyklisch, nicht konstant.

Eine mitfühlendere Gesellschaft würde:

  • PMS nicht belächeln oder abwerten

  • zyklische Bedürfnisse anerkennen

  • Rückzug nicht als Schwäche werten

  • emotionale Prozesse nicht pathologisieren

Stell dir vor, PMS wäre kein Tabu, sondern Wissen.

Kein Makel, sondern ein natürlicher Teil weiblicher Weisheit.


🌑 PMS als Teil des inneren Aufstiegs

Gerade in dieser Zeitqualität, in der viele Frauen sensibler werden, alte Themen aufbrechen und Körper deutlicher reagieren, zeigt sich PMS oft intensiver. Nicht, weil etwas falsch läuft – sondern weil wir feiner wahrnehmen.

Der Zyklus wird zum Spiegel:

  • Was darf gehen?

  • Was braucht Heilung?

  • Wo bin ich mir selbst untreu geworden?

PMS ist kein Gegner.

Es ist ein Wegweiser zurück zu dir.


🌕 Zum Schluss – eine liebevolle Erinnerung

Du bist nicht „zu viel“.

Dein Körper übertreibt nicht.

Deine Gefühle sind nicht falsch.

Vielleicht bist du einfach nur wieder ein Stück näher bei dir angekommen.

Und wenn wir beginnen, PMS nicht mehr zu bekämpfen, sondern zu verstehen, verändert sich nicht nur unser Zyklus – sondern unser gesamter Umgang mit weiblicher Kraft. 💛



🌑 Eine Einladung an die Männer – wenn Frauen bluten


Lieber Mann,

diese Zeilen sind keine Anleitung,

kein Regelwerk und ganz sicher kein Vorwurf. Sie sind eine Einladung.

Eine Einladung, Frauen in ihrer Zeit der Menstruation nicht reparieren zu wollen – sondern zu halten.


🌊 Wenn sie stiller wird, ist sie nicht weiter weg

Wenn eine Frau ihre Periode hat, zieht sie sich oft ein Stück nach innen zurück.

Nicht, weil sie dich ablehnt.

Sondern weil sie gerade sehr nah bei sich ist.

Vielleicht ist sie leiser.

Oder ehrlicher.

Oder empfindsamer als sonst.

Das ist kein Angriff.

Es ist ein offenes Herz ohne Schutzschicht.


🔥 Du musst nichts lösen

Du darfst wissen:

In dieser Zeit sucht sie oft keine Lösung, keine Erklärung

und keinen guten Ratschlag.

Was sie braucht, ist:

  • Präsenz statt Analyse

  • Zuhören statt Verteidigen

  • Geduld statt Ungeduld

Manchmal reicht ein Satz wie:

„Ich sehe dich.“ oder

„Sag mir, was du gerade brauchst.“

Und manchmal reicht einfach Stille.


🌹 Respektiere ihre Grenzen – sie spricht die Wahrheit

In der Menstruation fallen Masken.

Grenzen werden klarer.

Unausgesprochene Dinge finden Worte.

Wenn sie in dieser Zeit „Nein“ sagt,

dann meint sie es.

Nicht gegen dich – sondern für sich.

Nimm das ernst.

Nicht persönlich.


🌕 Deine Haltung macht den Unterschied

Du musst nichts „richtig“ machen.

Aber du kannst achtsam sein.

Ein bisschen langsamer.

Ein bisschen weicher.

Ein bisschen weniger fordernd.

Eine Frau, die sich in ihrer Blutungszeit sicher fühlt,

öffnet ihr Herz nicht weniger –

sondern tiefer.


Zum Schluss

Die Periode ist kein Makel.

Sie ist ein uralter, kraftvoller Prozess.

Wenn du lernst, ihn zu achten,

lernst du nicht nur die Frau besser kennen – sondern auch eine tiefere Form von Nähe.

Danke, dass du zuhörst.

Danke, dass du bereit bist zu lernen.

Danke, dass du mitgehst, statt zu drängen. 🤍

 
 
 

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